Nach Chur und mit Schneeschuhen Richtung Dreibündenstein
Nach dem Motto „man gönnt sich ja sonst nichts“ ging meine diesjährige Geburtstagstour über die Alpen. Ausnahmsweise mal nicht zu Fuss, sondern mit dem roten Zügli, dem Berninaexpress.
Fulminanter Sonnenaufgang, der Himmel brannte überm Alpstein. Fahrt ins Toggenburg auf fast leeren Strassen. Ein Parkplatz direkt neben der Talstation zur Sellamatt. Oben viel guter Schnee und wenig Menschen. Toller Aufstieg zum Sattel mit traumhaften Ausblicken auf den Alpstein, ins Rheintal und auf den Walensee. Im Abstieg heizte uns dann die Sonne ein. An der Sellamatt kamen wir im T-Shirt an,die anderen Schichten hatten wir nach und nach im Rucksack verstaut. Nach dem der Schneemann gebaut war noch ein Kaffee Pflümmli, dann gondelten wir gemächlich wieder hinunter ins Tal, wo wir diesen wunderbaren Tag gesprächig ausklingen ließen.
Der Wetterbericht kündete von einer schweren Stürmin. Sabine sollte sogar Orkanstärke erreichen, in unserer Region allerdings erst in der Nacht von Sonntag auf Montag. Am frostigen Sonntagmorgen machte ich mich vor der Arbeit bemützt und eingemummt auf die allmorgendliche Runde über den Bismarckturm. Er präsentierte sich, wie so oft die letzten Tage, weichgezeichnet im Nebel. Wie ich diese mystische, vernebelte und raugereifte Stimmung liebe!
Im Wettlauf mit der vorhergesagten Schlechtwetterfront
schnell den Rucksack gepackt
und ab nach Brülisau
mit den Spikes das Brüeltobel hoch
ab dem Sämtisersee weiter mit Schneeschuhen
hoch zum Fälensee
den Weg könnte ich inzwischen im Schlaf zurücklegen
keine Menschenseele weit und breit
nur verriegelte Hütten im Winterschlaf und eine grossartige Kulisse
Bruchharsch! Das treibt den Kater in die Oberschenkel…
Mit den Spikes ziehe ich locker den Brüeltobel hinunter. Eine halbe Stunde früher wie angegeben erreiche ich pünktlich gemeinsam mit der Schlechtwetterfront den Ausgangspunkt Pfannenstiel. Es fängt an zu regnen…Yeah!