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Tour

Transruinaulta

Einfach mal die Schlucht rocken oder alles am Fluss.

Der rätoromanische Name ,,Ruinaulta“ ist zusammengesetzt aus den beiden Wörtern ,,Ruina“ (Geröllhalde/Steinbruch) und ,,aulta“ (hoch).

Punkt 9 Uhr starteten wir am Bahnhof Ilanz bei frühsommerlichem Wetter, bewaffnet mit Stöcken, viel Vorfreude und einem Startgipfeli.
Auch eine Daunenjacke schlummerte tief in meinem Rucksack, konnte ich es doch nicht so recht glauben, heute den Sommerausbruch zu erleben.
Bis Valendas folgten wir dem altbekannten Weg neben der Bahnlinie, im Fleece und langer Hose. Doch allmählich wurden wir immer öfter von ungewohnten Hitzewallungen geplagt. Ein Schweißausbruch jagte den anderen.
Diese Hitze. Ich hasse alles an ihr. Sollte mich mal jemand fragen, was das Schönste an der Corona-Zeit war, wird die Antwort lauten ,,ein wunderbar kalter April“.

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Tour

Val Frisal (1.900 m)

A hike to go to church…

…würde die Frau vom Kusäng sagen. Also die Doris aus Kanada. Ich hab das mal frei übersetzt mit „eine Wanderung zum niederknien“.
Auf die Knie ging ich ein paar mal fürs shooting, ansonsten wars dann aber eher eine Wanderung zum Abliegen. Wir haben das Val Frisal eine Stunde aus der Horizontalen angebetet. Ein absolut angemessener Akt für eines der schönsten Hochtäler der Alpen mit meditativen Charakter.

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Mehrtagestour Tour

Fuorcla de la Valletta (2.586 m)

Regen bringt Segen oder muh sagte die Kuh

Am zweiten Tag wollte ich von Juf weiter ins Tal hineinlaufen und dann über die Fuorcla de la Valletta zum Leg Columban, weiter über Uf da Flüe und zurück über den Stallerberg.
Eine fast schlaflose Nacht lag hinter mir, ich fühlte mich wie gerädert.
Gewitter und Regen waren erst für den Nachmittag vorhergesagt, also machte ich mich trotz mangelnder Motivation früh auf die Socken.
Das Averstal zeigte sich aber schon am frühen Morgen in den schönsten Grauschattierungen. Kombiniert mit den grünen Berghängen eine wahrlich betörende Farbkomposition.

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Mehrtagestour Tour

Flüeseen (2.620 m)

Nuf nach Juf!

Juf liegt ganz hinten im Averstal und gilt mit seiner Höhe von 2126 m.ü.M. als höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung der Schweiz.
Dort oben wollte ich schon lange mal eine Übernachtungstour machen. Nun war es soweit, die Hitze trieb mich wieder mal hinaus und hinauf.
Vor dem Ortseingang befindet sich ein geräumiger Parkplatz. In Juf endet die Strasse, so konnte ich beruhigt das Auto stehenlassen und darin nächtigen, hatte ich doch keinen Durchgangsverkehr zu befürchten.

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Jöriseen (2.489 m)

Willst du der Hitze entfliehen, musst du zu den Jöriseen ziehen.

Unweit von Davos, in die spektakuläre Bergwelt der Silvretta eingebettet, liegen die Jöriseen auf ca. 2.500 M.ü.M.
Vielleicht ist es die schönste Wanderung der Schweiz, ganz sicher aber die von mir inzwischen am meisten begangene.
Fast jährlich pilgere ich hinauf zu diesem himmlischen Ort. Vor allem, wenn im Tal die Hitze brütet und jeder Bewegung ein Schweissausbruch folgt, ist es hier oben gut auszuhalten.