…und zurück nach Dunche
Von Laurebina machten wir uns am nächsten Morgen bei prächtigem Wetter auf zu den Gosainkund Seen. Oben auf dem Grat angekommen, staunte ich nicht schlecht. Der schöne Trail, den ich noch gut von der früheren Tour in Erinnerung hatte, wurde über die ganze Länge bis nach Gosainkund mit einem massiven Stahlgeländer entschärft!
Im Juni und im August pilgern jährlich tausende Hindus nach Gosainkund, um die Feste Dashami und Janai Poornima zu feiern. Vermutlich macht es Sinn, den schmalen und teilweise etwas ausgesetzten Bergweg bei so einem großen Ansturm zu sichern.
Die Seen waren von einer Eisschicht bedeckt und Gosainkund war seit dem letzten Besuch zu einer kleinen Siedlung gewachsen – damals stand hier nur eine Lodge. Es waren nicht die Seen, die mir den Atem raubten, eher die Höhe von knapp 4.400 m, auf der sie liegen. Mein Magen fing an zu rebellieren, was mich etwas übellaunig werden ließ. Wir machten uns deshalb bald wieder an den Abstieg, die Wolken, welche sich vom Tal hinauftürmten – ein wundervoller Anblick. Nur die Gipfel der Sieben- und Achttausender waren noch zu sehen. Am Abend versank die Sonne im Wolkenmeer und hinterließ ein rotgoldenes Licht auf den Schneegipfeln.
Nach einer weiteren Übernachtung in Laurebina wanderten wir über einen langen Abstieg durch zauberhaften Wald hinunter nach Chandanbari, wo wir in einem schönen Restaurant unser Dalbhat verspeisten und danach in der berühmten Cheese Factory Yak-Käse kauften. Unser Tagesziel erreichten wir endlich in Deurali. Laut und ungemütlich war’s in der Lodge, was soll’s. Irgendwann fand auch ich den Schlaf, der allerdings nicht sehr ausgedehnt werden sollte, denn in aller Frühe wurde er vom Gekruschtel und Geplapper wieder verscheucht. Nach dem zweiten Kaffee war die Welt wieder in Ordnung.
Auf zum finalen Abstieg nach Dhunche!
Unterwegs machte ich Bekanntschaft mit einer nepalesischen Geologiestudentin, die das erste mal mit ein paar Freundinnen wandern ging – mit FlipFlops. Sie wollte alles über mich, meine Reise und Deutschland wissen, ein netter Austausch, der für Kurzweile sorgte.
Große Horden von Languren trieben sich durch die Wälder und sprangen mit akrobatischer Leichtigkeit von Ast zu Ast.
Bevor wir aus dem Wald herauskamen, führte uns der Weg an einem hübschen, kleinen Wasserfall vorbei, etwas später luden uns Straßenbauarbeiter zum Tee ein. Nun war es nicht mehr sehr weit bis zum Ende unseres Trekkings.
Im Hotel gab es die ersehnte, heiße Dusche, gutes Essen und ein Bier. Von meinem Zimmer konnte ich der Straße entlang bis nach Tibet schauen



































