„Gehe einmal im Jahr irgendwohin, wo du noch nie warst.“
Oberhalb von Splügen an der Passstraße fand ich einen schönen und ruhigen Übernachtungsplatz. Nach dem Morgenkaffee machte ich mich direkt vom Parkplatz auf den Weg.
Erst ging es durch herrliche Wälder entlang der historischen Splügenpassroute am Hüscherabach entlang. Am Isabrüggli, nach Bodmastafel, querte ich die Splügenpassstrasse, dann ging es auf schmalerem Weg mäßig steil weiter in die Höhe.
An einer Weggabelung angekommen, nahm ich rechts den Surettaseeweg, der link Pfad führte hinunter in den Fugschtwald. Den leichten, aber fast hochalpinen und steileren Wandeweg stieg ich hoch, bis ich den Under Surettasee erblickte. Weitere 70 hm, über ein kurzes Felsstück und große Steine, stand ich nach einer Kuppe unvermittelt vor dem Oberen Surettasee und der Seehütte. An deren wärmender Außenwand legte ich eine lange Rast ein.
Welche Pracht! Am Fusse des Seehorns und der Äusseren Schwarzhörner funkeln die tiefblauen Gewässer in einer rauen Landschaft aus Felswänden, Geröll und Alpweiden. Am Seerand liegen tiefschwarze Steine, in der Blockhalde leuchten rosarote, gelbe und weisse Steine – eine geologische Fundgrube. Lange genoss ich diese Idylle auf dem Hochplateau der Suretta-Seen.
Der Abstieg erfolgte erst auf gleichem Weg, nach einigen Bachquerungen nahm ich den Abzweig Richtung Fugschtwald und stieg durch diesen im Zickzack wieder hinunter zum Ausgangspunkt, wo ich mir noch eine geruhsame Nacht gönnte.




















