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Mehrtagestour Tour

Piz Lagalb (2.959 m)

Ein bisschen Höhentraining

Am Abend vorher hatte ich auf dem gut belegten Campingplatz in St.Moritz Bad noch einen Platz ergattert. Der Plan war, am nächsten Morgen mit dem Bus nach Pontresina, von dort mit der Kutsche durchs Val Roseg, dann die Fuorcla Surlej überschreiten und wieder runter auf den Campingplatz.
Satz mit x. Der Kutscher war zum frühen Termin schon ausgebucht
Als Alternative mit schöner Aussicht zog ich den Piz Lagalb in die engere Auswahl.


Obwohl die tieferen Regionen von einer Hitzewelle geköchelt wurden, fröstelte es mich oben an der Diavolezza. Gut, dass ich meine Daunenjacke dabei hatte, beim Aufstieg von der Lagalbbahn blies ein eiskalter Wind, da leistete sie gute Dienste.
Die Kühe, meine speziellen Freundinnen, waren mit ihren Kindern auch schon alle parat. Als ich sie begrüßte, beäugten sie mich neugierig, aber nicht unfreundlich. Bis auf eine, die mir etwas zu dicht auf die Pelle rückte. Ein kurzes Machtwort wies sie in ihre Schranken und ich konnte unbehelligt weiter.
Der Weg hoch zum Gipfel ist trotz Skigeländes erstaunlich schön und wie auch schon die letzten male hatte ich den herrlichen Ausblick zur Bernina, auf die Seen und Richtung Livigno-Alpen für mich alleine.
Erst beim Gipfelaufschwung erspähte ich weiter oben einen Menschen.
Als ich am Gipfel ankam, begrüßte mich ein netter Mann aus dem Puschlav. Salve, grüßte ich zurück und nach anregendem Gipfelplausch beobachteten wir gemeinsam junge Steinböcke auf einem entfernten Felsen.
Mein Abstieg erfolgte überwiegend auf der Aufstiegsroute, der Gipfelmann stieg ins Val Minor ab. Als ich unten an der Kuhweide ankam, hatte sich die Anzahl der Tiere wundersam vermehrt. Eine große Herde mit zahlreichen Kälbern lümmelte auf dem Weg. Da ich keine Lust auf Diskussionen hatte und keine Möglichkeit sah, die Herde zu umgehen, wartete ich einfach ab und verspeiste derweil mein restliches Vesper. Nach einiger Zeit erhob sich eine Kuh nach der anderen, sie stapften alle auf die darunterliegende Wise und machten die Bahn frei. Unbehelligt erreichte ich kurz danach den Parkplatz, wo ich eine ruhige Nacht verbrachte.


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