Im Winter ist dieser schöne Platz meist menschenleer
Der Fählensee rief zum jährlichen Frühjahrsantritt. Nach einer turbulenten, anstrengenden Woche freute ich mich sehr auf einen sonnigen und stillen Wandertag zu meinem Alpsteinfjord.
Das Handy off und die Kamera am Start. Von der ersten Minute an war es still, keine Menschenseele weit und breit, leider versteckte sich die Sonne hinter einem Schleier aus Saharastaub. Der Aufstieg durchs Brüeltobel brachte den Kreislauf ordentlich in Schwung, das Plattenbödeli lag noch im Winterschlaf, am Sämtisersee brach schon das Eis. Zum Glück hatte ich Grödeln im Rucksack, denn im Aufstieg zur Bollenwees herrschte noch tiefster Winter, Spuren waren spärlich und oft sackte ich bis zu den Knien ein. Ganzkörpereinsatz dann auf dem steilen Stiefeltrail, Schnee und Eisplatten wechselten sich ab.
Als ich oben war, nutzte ich die Einsamkeit – die zunehmende Sprachlosigkeit angesichts unserer wunden, verrückten Welt fand ein Ventil, ich musste einfach mal mal laut und lange schreien. Die anwesenden Tiere mögen mir verzeihen.





















